Es geht weiter in der Serie meiner Mailserver-Tutorials. Nachdem meine letzte Anleitung zu Debian Bullseye schon einige Jahre alt ist, ist es an der Zeit, sich dem Thema nochmal zu widmen - in Hinblick auf das nun aktuelle Debian Trixie.
Für alle, die schon den Mailserveranleitungen aus den letzten Jahren gefolgt sind: Euer Mailserver lässt sich mit wenig Aufwand gut auf den Stand aus dieser Anleitung aktualisieren. Das Datenbank-Layout hat sich (mit Ausnahme der entfernten tlspolicies Tabelle) nicht geändert und auch sonst sind alle Datenstrukturen aus den Verzeichnissen gleich geblieben - einzig der Funktionsumfang hat sich leicht geändert und die Konfigurationen wurden auf den aktuellen Stand der Technik angepasst. Außerdem wurde die Anleitung umformuliert und an einigen Stellen aus Gründen der Übersichtlichkeit gekürzt. Alle Änderungen seit der letzten Version meiner Anleitung könnt ihr im Changelog am Ende des Beitrags einsehen.
Bisher habe ich gerne den Minio S3 Server zusammen mit meiner Mastodon Instanz metalhead.club genutzt, um dort Mediendateien abzulegen. Doch seit Sommer letzten Jahres nimmt das Minio-Projekt leider einen Verlauf, der mich dazu bewegt hat, mich nach Alternativen umzusehen: Zuerst wurde der interne Dateibrowser aus der Verwaltungsoberfläche gestrichen - kurz darauf wurde dann verkündet, dass Minio nicht mehr als Open Source Projekt weiter gepflegt würde. Außerdem wurde die Verteilung von Minio-Binaries eingestellt. Es gab also keine Updates mehr. Minio ist seitdem effektiv tot - zumindest, was die Community Version angeht.
Mit SeaweedFS habe ich allerdings eine tolle Alternative gefunden, auf die ich meine Mastodon Instanz kürzlich umgestellt habe. Hier beschreibe ich, in welche Probleme ich dabei gelaufen bin und wie ich diese gelöst habe.
Seit vielen Jahren setze ich beim Hosting meiner Services auf das Virtualisierungs- und Containermanagement-Tool “Incus” (vorher “LXD”). Incus läuft dabei in einer virtuellen Maschine und hilft mir, eine Separierung auf Applikationsebene herzustellen. So gibt es beispielsweise einen Incus-Container für trashserver.net, einen weiteren für metalhead.club usw. Die Root-Dateisysteme der einzelnen Container befinden sich dabei in einem ZFS-Dateisystem. So kann ich platzsparende Snapshots von meinen Containern vor kritischen Wartungsaktionen anlegen, z.B. vor Updates oder Betriebssystemupgrades.
Da ich den zugrundeliegenden Speicher kürzlich erneuert habe, will ich hier mein Storage-Setup kurz vorstellen und für mich (aber auch euch ;-) ) dokumentieren, auf was ich geachtet habe und wie ich meine Container auf den neuen Storage umgezogen habe.
Ende Mai 2025 habe ich den metalhead.club Song über eine Faircamp-Website unter music.metalhead.club veröffentlicht. Doch nicht alle Nutzer konnten meinen Links auf die Faircamp-Seite problemlos folgen. In wenigen Einzelfällen berichteten mir User von mindestens einem der folgenden Fehler:
- Wenn Nutzer die Albumseite aufriefen: Fehler 404 - not found
- Wenn Nutzer die Hauptseite aufriefen: Der watch.metalhead.club Globus wurde angezeigt
Nach einigen Versuchen konnte ich den Fehler sporadisch selbst reproduzieren. In den Access-Logs des Nginx-Proxys ist mir dabei aufgefallen, dass alle fehlerhaften Anfragen mit HTTP/3 gestellt wurden. Das war mein erster Anknüpfungspunkt.