IoT Bingo: Thermomix bekommt Internet

Hätten wir ein IoT-Bingo, könnten wir jetzt auch das „Mixer“-Feld streichen: Laut heise.de bekommt Vorwerk’s „Thermomix“ eine WLAN-Schnittstelle, sodass eine Verbindung ins Internet aufgebaut werden kann. Ein Mixer mit Heizung reicht nicht mehr – nein, der muss auch ins Internet! Ich wünsche mir kreative Angriffe: Liebe Hackercommunity, enttäuscht mich nicht! ;-)

Was kommt als nächstes? Ich tippe auf den IoT-Staubsauger, der eingesaugten Schmutz analysiert und eine ausführliche Zusammenfassung über ein Webinterface bereitstellt.


Plesk, cPanel und Co

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Server-Verwaltungsoberflächen wie cPanel oder Plesk ziemlich nervig finde? Damit habe ich immer wieder mal zu tun, wenn ich Fremde bei verschiedenen Server-Angelegenheiten unterstütze. Das soll jetzt kein Vorwurf sein. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das für nicht-Admins eine reizvolle Sache sein kann, weil man sich seine Umgebung einfach zusammenklickt…

… und trotzdem macht das das ganze System für mich irgendwie undurchsichtig, unvorhersehbar, inkonsistent und frickelig. Und nicht zuletzt waren derartig präparierte Systeme in 100% der Fälle, die ich bisher hatte, veraltet bis extrem steinzeitlich. Ob das zusammenhängt?

Jedenfalls gefallen mir sauber von Hand und mit Liebe konfigurierte Server besser, als Maschinen, die mysteriöse Dinge auf komische Art und Weise „irgendwie“ machen. Wie seht ihr das?


Deep Learning auf Kochrezepten?

Hat eigentlich schon mal jemand einen „Deep Learning“-Algorithmus auf ein Kochrezepte-Portal wie z.B. chefkoch.de losgelassen? Ich fände ja das Ergebnis ganz interessant, wenn die Aufgabe lautet: „Erzeuge mir ein leckeres, neues Gericht mit den Zutaten x und y“ oder „Stelle mir einen leckeren Salat mit Schafskäse zusammen“.

Allerdings kann man sich dann auch die Frage stellen, wie es um die Menschheit steht, wenn wir Kreativität beim Kochen schon an Maschinen outsourcen … ;-)


WhatsApp: Facebook bekommt die Handynummer

Server-Notfallprogramm für unterwegs

… oder: Krisenmanagement für arme Admins. Für ganz, ganz Arme.

Am Mittwoch geht es für mich auf zum diesjährigen Summer Breeze Metal Open Air in Dinkelsbühl. Das bedeutet leider nicht nur Genuss für meine Ohren, sondern auch Stress: Der Admin in mir macht sich Gedanken, ob denn auch alle Server ohne Störungen über die Festivalzeit kommen werden. Unterwegs habe ich nur mein Smartphone mit einer wackeligen Mobilfunkverbindung. Darauf ist ein SSH-Client installiert, der mir Zugriff auf meine Server erlaubt. Und weil mir alleine der Gedanke daran schon weh tut, root-Login darauf zu ermöglichen, kann sich das Smartphone nur als normaler Benutzer zum Server verbinden. Via Publickey-Auth, versteht sich.

Nun stehe ich allerdings vor dem Problem, dass ja ein normaler Benutzer keine Dienste neu starten kann, weil ihm die Rechte dazu fehlen. Möglicherweise werde ich beispielsweise meinen XMPP-Server einmal neu starten müssen, weil die zuletzt getroffenen Maßnahmen nicht gewirkt haben und er wieder einmal keine Logins mehr zulässt. Ein „systemctl restart prosody“ ist mit diesem Account nicht möglich. Nun könnte man mit sudo arbeiten und die Ausführung des Kommandos speziell für diesen User erlauben. Meine Debian-Server kommen allerdings ohne sudo und das soll auch so bleiben. Also kein sudo für mich.

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mod_userstats für Prosody zeigt aktuelle Nutzerzahlen

Für den XMPP-Server Prosody habe ich gestern ein kleines Modul „mod_userstats“ entwickelt, welches Zahlen zu den aktuell registrierten Nutzern und den gerade angemeldeten Nutzern zur Verfügung stellen kann. Die Nutzerzahlen können über XMPP Adhoc-Kommandos und eine HTTP JSON-Schnittstelle abgerufen werden. Vor allem über letztere kann man die aktuellen Zahlen sehr einfach auf einer Website darstellen.

Mit dem Modul ist es mir möglich, nicht nur die Zahl der registrierten Nutzer, sondern endlich auch die Zahl der eingeloggten User unter https://trashserver.net/xmpp/userstats/ anzuzeigen.

Wer auch eine solche Übersicht basteln will, kann sich das Modul auf GitHub herunterladen: https://github.com/ThomasLeister/prosody_mod_userstats. Sollte das Plugin bei mehreren Usern gut funktionieren, werde ich es in das offizielle Prosody Modul-Repository aufnehmen lassen, sodass es vielleicht eine größere Verbreitung erreichen wird. Rückmeldung dazu wäre hilfreich.


Empfehlung: Static Site Generator „Hugo“

Die HTML-Seiten für meine trashserver.net Microsite verwalte ich nicht über ein dynamisches CMS, sondern über einen Static Site Generator. Damit erzeuge ich die statischen HTML-Dateien lokal auf dem Rechner und synchronisiere Änderungen an der Website via rsync auf den Webserver. Das hat für mich den großen Vorteil, dass ich mich nicht um Sicherheitsupdates kümmern muss. Die Microsite ändert sich sowieso nicht oft – da ist ein solcher Generator genau das richtige.

Bisher habe ich dafür den beliebten Ruby-basierten Generator „Jekyll“ genutzt. Allerdings bin ich kein Ruby-Fan, würde mir die zusätzlichen Pakete auf dem Rechner lieber sparen, und mit dem Templating bin ich auch nicht so gut zurecht gekommen. Deshalb habe ich mich gestern nach einer Alternative umgesehen, die mir besser liegt und bin mit „Hugo“ fündig geworden. Der Generator ist in Go entwickelt, was bedeutet, dass man ihn als Binärpaket installieren kann und auf Abhängigkeiten keine Rücksicht nehmen muss. Einfach das Binary in /usr/local/bin schieben – fertig.

Als Template-Engine wird die Go-eigene HTML-Engine verwendet, welche mir gut gefällt. Nach etwas Einarbeitung war ich schnell in der Lage, ein eigenes Template zu erstellen. Ein Feature, das mir besondes gut gefällt, ist die automatische Seitenaktualisierung. Hugo kommt mit einem eigenen, kleinen Webserver, den man z.B. für die Entwicklung von eigenen Themes nutzen kann. In die generierten HTML-Dateien wird automatisch etwas JavaScript eingefügt, welches dafür sorgt, dass die Seiten neu gerendert werden, sobald in zugehörigen Markdown- oder HTML-Dateien etwas geändert wurde. So kann man in einem Setup mit zwei Bildschirmen am einen Display programmieren, während das andere die Änderungen an der Seite live im Webbrowser zeigt.

Wenn ihr euch eine Microsite betreut, probiert Hugo doch mal aus!


Keybase Invites zu vergeben

Inzwischen kann ich wieder einige Keybase.io -Einladungen vergeben. Bekannte und ich selbst haben eine Menge Einladungslinks zugeteilt bekommen, die wir gerne vergeben würden. Bei Interesse einfach hier mit E-Mail Adresse kommentieren. Ihr bekommt dann von mir oder jemand anderem eine Einladung zugeschickt und könnt euch Keybase.io mal ansehen. Aktuell warten übrigens mehr als 25.000 User auf Zugang zu Keybase.io – mit einer Einladung kommt ihr ohne Wartezeit rein.

Einladungen nur noch über dritte verfügbar

Für alle, die Keybase.io nicht kennen: Mit diesem Webservice können PGP-Keys mit Online-Identitäten verknüpft werden, sodass sofort klar ist, welcher Public Key zu welchem Benutzer gehört. Außerdem können über die Keybase.io Software Nachrichten und Dateien komfortabel verschlüsselt werden.